94 Prozent der Arbeitnehmer halten eine tarifliche Absicherung für wichtig

Große Mehrheit hinter Kämpfen für Tarifverträge

Themen: Beruf

Tarifverträge genießen bei den Beschäftigten in Deutschland ein hohes Ansehen – und das, obwohl die Tarifbindung kontinuierlich zurückgeht. Acht von zehn Beschäftigten im Osten befürchten Einkommenseinbußen ohne Tarifvertrag, im Westen sind es sechs von zehn.

Die Fakten:

  • 94%

    der Arbeitnehmer halten eine tarifliche Absicherung für sehr wichtig oder wichtig.
  • 60%

    der Arbeitnehmer arbeiten heute noch im Geltungsbereich eines Tarifvertrages.
  • 54%

    der Berufsgruppen mit geringen Einkommen unter 1.500 Euro sind nicht über einen Tarifvertrag abgesichert.
  • 52%

    der Frauen gehen davon aus, dass sich ihr Einkommen durch die Einführung eines Tarifvertrages verbessern würde.
  • 32%

    der Männern gehen davon aus, dass sich ihr Einkommen durch die Einführung eines Tarifvertrages verbessern würde.
  • 83%

    der Arbeitnehmer in Ostdeutschland fürchten sich vor Einschnitten beim Einkommen, falls tarifvertragliche Regelungen entfallen würden.
  • 59%

    der Arbeitnehmer in Westdeutschland fürchten sich vor Einschnitten beim Einkommen, falls tarifvertragliche Regelungen entfallen würden.
  • 95%

    der Arbeitnehmer finden es gut, wenn Beschäftigte für einen Tarifvertrag kämpfen.

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Über diese Umfrage

ver.di

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TNS Infratest

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Analog zur beeindruckenden weltweiten Entwicklung bei den Umsätzen in der Marktforschung hat in den vergangenen 20 Jahren auch der europäische Markt außerordentliche Stärke gezeigt. Dies zeigt die Statistik von ESOMAR, der European Society for Opinion and Market Research, auf Deutsch die Europäische Gesellschaft für Meinungs- und Marketingforschung. Von 2,9 Milliarden Euro im Jahr 1993 über 7,6 Milliarden Euro im Jahr 2003 stiegen die Umsätze in der Marktforschung innerhalb Europas auf zuletzt 12 Milliarden Euro im Jahr 2013. Während Deutschland am Anfang des Betrachtungszeitraums die Nase vorn hatte, zeigten sich im Laufe der folgenden zwei Jahrzehnte die Briten noch umfragefreundlicher: Zuletzt hatte Großbritannien einen Anteil von 32 Prozent am europäischen Markt für Umfragen, Deutschland lag bei 22 Prozent und Frankreich bei 17 Prozent. Diese drei Länder geben in Europa auch den Ton an. Was die Anteile an Marktforschung angeht, folgen danach erst mit großen Abstand Italien (4 Prozent) sowie Russland, Schweden und Spanien (jeweils 3 Prozent).